Bergstraßen Gymnasium
Silcherweg 8
69502 Hemsbach
Tel.: +49 (0) 6201 7691
Fax: +49 (0) 6201 477357
Öffnungszeiten Sekretariat:
Montag - Donnerstag:
7:30 - 16:00 Uhr
Freitag: 7:30 Uhr - 14:00 Uhr
> Aktuelle Meldungen

Einblicke in das universitäre Leben

Symbolbild Einblicke in das universitäre Leben

Am 10. Februar 2026 besuchte die Kursstufe 1 im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts mit den Lehrerinnen Frau Dunz, Frau Ehrhard und Frau Jungbluth die Universität Heidelberg. Ziel war die Teilnahme an der Schülerinnen-und Schüler-Vorlesung „Neurotisch, sündig, (un-) verbesserlich? Bilder vom Menschen bei Sigmund Freud und in der Theologie“, die sich mit grundlegenden Fragen des Menschenbildes beschäftigte.

Vor der Veranstaltung erkundete die Lerngruppe bei einem geführten Rundgang zentrale Orte der Universität. Vom Universitätsplatz führte der Weg zur Universitätsbibliothek, dem Philosophischen und Historischen Seminar, der Alten Universität (Carolinum) sowie dem Anglistischen, Theologischen und Germanistischen Seminar. Vor allem das Gebäude der Universitätsbibliothek in der Altstadt beeindruckte die Schülerinnen und Schüler sehr. Letzte Station des Rundgangs war die Marstall-Mensa, in der eine kleine Stärkung möglich war, bevor es zur Vorlesung ging.

Die Vorlesung wurde von Prof. Dr. Thorsten Moos (Systematische Theologie) und Prof. Dr. Annette Haußmann (Praktische Theologie) gehalten. Im Mittelpunkt stand die Frage, was den Menschen lenkt und bestimmt. Direkt zu Beginn der Veranstaltung wurden die Teilnehmenden dazu eingeladen, sich darüber Gedanken zu machen. Anhand der Theorien von Sigmund Freud und Martin Luther wurden dazu zwei Menschenbilder vorgestellt. Während Martin Luther den freien Willen des Menschen grundsätzlich infrage stellte und ihn auf Gottes Gnade verwies, beschrieb Freud den Menschen als „nicht Herr im eigenen Haus“, gelenkt von unbewussten Trieben und inneren Konflikten.

In der Vorlesung und der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass beide Ansätze den Menschen als begrenzt verstehen, Freiheit jedoch unterschiedlich denken: Luther religiös-theologisch, Freud psychologisch. Das Publikum beteiligte sich aktiv an der Diskussion und setzte sich kritisch mit der Frage auseinander, welche Bedeutung Freiheit, Verantwortung und Selbststeuerung für das Zusammenleben in der Gesellschaft haben. Die Schülerinnen und Schüler warfen sich (und den Lehrkräften) vielsagende Blicke zu, als sie erkannten, dass viele der angesprochenen Aspekte bereits Grundlagen für Diskussionen im Unterricht darstellten.

Der Besuch der Universität und der Vorlesung eröffnete den Schülerinnen und Schülern Einblicke in das universitäre Leben und zeigte, wie bereichernd es sein kann, Wissenschaft – deren Grundlagen man aus der Theorie des Unterrichts bereits kennt – im universitären Diskurs zu erleben.

Text und Bilder: Annika Ehrhard

Bild: Die Kursstufe mit den Lehrerinnen Frau Dunz, Frau Ehrhard und Frau Jungbluth in Heidelberg.

> Aktuelle Meldungen